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Wuppertaler Wirtschaftspreis 2017

Der Preis „Jungunternehmen " wird an Existenzgründer und junge Unternehmen in Wuppertal vergeben. Sich selbständig zu machen, allein entscheiden zu können und Erfolg haben zu wollen, erfordert viel Mut.
Die Forschung über Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund hat Hochkonjunktur. Deshalb haben wir die, um die es geht, an einen Tisch geholt, um diese Forschungsergebnisse sowie Motivation und Hürden im Gründungsprozess zu diskutieren. Fatima Caliskan, Yasemin Sahin und Murat Vural über die Frage: Warum und wie gründen Migrantinnen und Migranten?

Verstehen Sie Deutschland?

"Ausbildung und Karriere dürfen nicht an mangelnden Sprachkenntnissen scheitern", ist Yasemin Sahin überzeugt. Und hat aus der Not eine Tugend gemacht und fährt nun mit ihrem Bildungsinstitut auf der Erfolgsspur.
Auch ohne Quote wies die diesjährige Wirtschaftspreis-Verleihung einen hohen weiblichen Anteil auf.
Zu allererst habe ich als junge Mutter mit Migrationsgeschichte keine Aufstiegschancen als Angestellte gesehen. Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass die deutsche Wirtschaft leider noch sehr konservativ ist hinsichtlich Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber auch gegenüber Frauen. Es war für mich nicht möglich, eine erfolgreiche Karriere zu planen und gleichzeitig meine Kinder zu erziehen. Somit habe ich die einzige Karrierechance in der Selbstständigkeit gesehen.

Flüchtlinge als Praktikanten

Sechs Flüchtlinge im Alter von 17-18 Jahren des Berufskollegs Barmen Europaschule sind seit dem 28. Oktober jeden Freitag bei der International Education Centers GmbH (IEC/Bergische Nachhilfeschule) zu Gast und absolvieren dort ein Praktikum.
Zehn Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer aus Nordrhein- Westfalen haben es geschafft: Sie sind für den GRÜNDERPREIS NRW 2016 nominiert. Mit ihren innovativen und erfolgreichen Geschäftsideen konnten sie eine Fachjury von sich überzeugen und sich gegen rund 90 Mitbewerber durchsetzen. Auch die International Education Centers GmbH aus Wuppertal gehört zu den nominierten Unternehmen. Die Firma mit sieben Beschäftigten, zwei Praktikanten und 270 freiberuflichen Lehrkräften wurde 2012 von Yasemin Sahin gegründet und bietet neben Nachhilfeunterricht offizielle Integrationskurse für Zuwanderer an.

Moderne Bildungsstätte in Wuppertal

Bericht aus der Haftalik Posta vom 7. September 2016

Vom Flüchtling zur Firmenchefin

Yasemin Sahin (33) gelang eine eindrucksvolle Karriere: Sie kam erst mit 14 Jahren aus der Türkei hierher und leitet heute ihre eigene Nachhilfeschule.

Erfolg wird aus Willen gemacht

Yasemin Sahin hat 2011 als zweifache Mutter die Bergi- sche Nachhilfe Schule gegrün- det. Ihre Kinder sind vier und neun Jahre alt. Ende 2015 hat sie dann die „International Education Centers“ IEC GmbH gegründet, um ihrem erweiterten Dienstleistungsangebot rund um Sprache einen neuen Rahmen zu geben.
Genau betrachtet hat Wuppertal die IECs den Kindern von Yasemin Sahin zu verdanken. Die Idee sich selbstständig zu machen, kam ihr in der Elternzeit ihres zweiten Kindes. Sie überlegte, wie sie ihre Mutterrolle diesmal für sich selbst befriedigend erfüllen könnte. Als sie zum ersten Mal Mutter wurde, war sie Angestellte im öffentlichen Dienst.
Wuppertal. Yasemin Sahin (34) ist eine erfolgreiche Frau. Sie leitet die International Education Centers in Wuppertal. 2011 hat sie eine Nachhilfeschule in Wuppertal gegründet und die ist seitdem konstant gewachsen. 2015 ist daraus eine GmbH geworden. Dazwischen hat sie Sprachkurse für Erwachsene ins Programm genommen, ebenso wie Vorbereitungskurse für IHK-Prüfungen. Jetzt sollen Integrationskurse für Flüchtlinge beginnen. Sie beschäftigt heute 270 freiberufliche Lehrkräfte, zwei Teilzeitkräfte, zwei Aushilfen und sogar drei Auszubildende. Ein Startup, das erwachsen geworden ist.

Erfolg wird aus Willen gemacht

Mehr Flexibilität durch Selbstständigkeit. Mit großem Willen wurde Yasemin Sahin zur erfolgreichen Unternehmerin.
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